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2. bancha

Donnerstag, 9. Juli 2009

...


je mehr ich mich träumend schaffe,
desto weiter entferne ich mich von mir.

Mittwoch, 25. März 2009

was zählt

jemandem etwas vormachen, das gibt es nicht - oder vielmehr:
es gibt nichts anderes.
was zählt sind aufrichtigkeit und motivation. wenn sich die motivation ständig ändert, ist man unberechenbar.
sich selbst etwas vormachen, das gibt es nicht - oder vielmehr:
es gibt nichts anderes.
was zählt sind aufrichtigkeit und motivation. wenn sich die motivation ständig ändert, ist man verrückt.
sich etwas vormachen lassen, das gibt es nicht - oder vielmehr:
es gibt nichts anderes.
was zählt ist vertrauen. wer nicht vertraut, macht sich etwas vor.

Samstag, 3. Januar 2009

wille beinhart

wenn du es wirklich willst, ist dein wille frei.
gott hat sich nur selbst geschaffen, aber der wille! der hat sich selbst gewollt.

Freitag, 5. Dezember 2008

Wagnisse


dass alle träume in erfüllung gehen, wage ich nicht zu träumen.

ich glaube an das unglaubliche.

mancher weg ist ein hindernis, manche mauer eine chance.

Mittwoch, 12. November 2008

...

dass es so weniger worte, dem bloßen hauch einer andeutung einer tat bedarf, mich in ein positives wrack zu verwandeln! allein darin liegt alle, über jeden zweifel erhabene bedeutung.

Donnerstag, 14. August 2008

Fragmente


seismik
dass man glücklich ist, erkennt man daran, dass man auch sehr schnell traurig werden kann.

optik
irgendwie ist alles bunter und interessanter, wenn man sich darauf einlässt.

semantik
galgenfrist ist ein synonym von chance.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Lange weg gewesen

„Weißt du, es sind die Gespräche mit dir, die mich zum Schaffen anregen“
„Deinem Schaffen ging zumindest immer ein solches Gespräch voraus“
„Du bist lange weg gewesen“
„Du hast lange nicht geschaffen“
„Es war einsam ohne dich. Ich fühlte mich irgendwie ziellos. Wurde hierhin und dorthin getrieben ohne eigenen Willen“
„Du warst es, der die Einsamkeit gewählt hat; du hättest mich nur rufen brauchen.
Du hast dich verändert“
„Ich weiß. Aber ich habe vergessen, wie es vorher war. Nur eines weiß ich noch. Vorher war alles klarer. Und dennoch grauer. Und du warst da“
„Die Klarheit wird wiederkehren. Jetzt kommt es darauf an, dass die Farben bleiben“
„Ich habe immer das Gefühl mich für eine entscheiden zu müssen“
„Vielleicht geht es nur darum, den Farbkreis auszurichten“
„Wie einen Kompass“
„Und du musst deinen Nordpol finden“
„An welcher Farbe soll ich mich orientieren? Wo liegt mein Nordpol?“
„Das ist deine Entscheidung. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten“
„Aber welche ist die richtige?“
„Die, die du ergreifst“
Du hast dich kein Bisschen verändert“
„Weil du noch immer die selben Fragen stellst“
„Wieso brechen wir eigentlich grade jetzt das Schweigen?“
„Weil du schaffen wirst“
„Das wusste ich sofort, als wir anfingen wieder miteinander zu reden“

Dienstag, 12. Februar 2008

überfordert

morgen werde ich nicht mehr wissen, wann heute übermorgen gewesen sein wird.

Mittwoch, 16. Januar 2008

lesen oder die weisheit des buchrückentextes

wenn ein buch interessant aussieht, muss es noch zwei qualifikationsrunden durchlaufen, bevor es gekauft wird: zunächst nehme ich es wiegend in die hand und streiche mit den fingern über den einband. danach überfliege ich den buchrückentext; vor allem kommentare von lesern und kritikern leisten dabei echte überzeugungsarbeit.
dieses buch schien alles zu haben. ein abenteuerlicher, prägnanter titel auf einem witzigen und passenden frontcover, ein gehaltversprechendes gewicht bei kompaktem format, an den fingerspitzen prickelnde, ausgestanzte buchstaben und auf dem buchrücken die verheißungsvolle formel: "eine geschichte, die sie an gott glauben lässt"
zugegeben eine ziemlich marktschreierische behauptung, aber ich habe sie gar nicht so wörtlich genommen und mich von der seit langem unterhaltsamsten und zauberhaftesten geschichte forttragen lassen.
am ende dieses fabelhaften romans erlebte ich einen der bewegendsten momente, die mich je beim lesen ereilt haben. nie zuvor hatte ich das gefühl gehabt, eine geschichte derartig tief und persönlich zu verstehen. ich begriff, dass die gesamte erzählung letzlich vorbereitung für diesen einen ergreifenden augenblick gewesen war.
ich kam zu einer erkenntnis. keiner erkenntnis, die mein leben für immer verändert, oder so etwas. im gegenteil. ich erlangte klarheit über eine sache, die schon immer unerkannt in mir geschlummert hatte. die erkenntnis, dass ich an gott glaube. dass ich so wie ich bin, denke und die welt sehe, gar nicht anders kann, als an gott zu glauben.
der verdammte buchrückentext hatte recht! und ich behaupte, dass dieses erlebnis jeder haben wird, der dieses buch aufstöbert, in die hand nimmt und kauft, denn der ist wie ich.

Dienstag, 15. Januar 2008

inspiration


"the piano keys are black and white
but they sound like a million colors in your mind"
- k. melua -

das möchte ich auch können. im moment gelingen mir leider erst ein paar schwammige graustufen.
ich habe mal irgendwo gelernt, grau sei die bunteste aller farben. (lyriclove novembermorgen) und genau so fühlt es sich an: es ist alles da, nur fehlt es mir an einem filter, um einzelne nuancen differenziert zum ausdruck zu bringen. stellen sie sich einen leidenschaftlichen und talentierten sänger vor, dessen einziges handicap darin besteht, dass er stumm ist. oder einen genialen schriftsteller, dem nie eine sprache gelehrt wurde.
aber ich geb die hoffnung nicht auf, schließlich habe ich zehn gesunde finger und ein vergleichsweise stabiles kreuz.
Ha! hat es da nicht eben ein wenig bläulich geschimmert!?

grüner tee

die spinne in der suppe des guten geschmacks. Broccoli-Creme-Suppe, falls es jemanden interessiert.

grüner tee mit zitrone

"Die großen Leute verstehen nie etwas von selbst, und für die Kinder ist es zu anstrengend, ihnen immer und immer wieder erklären zu müssen." -Antoine de Saint-Exupéry-

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